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Kunst + Prävention - aktive Freizeitgestaltung für Jugendliche

Lange erwartet, am Freitag, den 18.03.2022 startete das Projekt Graffiti – Präventions- Kunstprojekt "Schau in die Zukunft - aktive Freizeitgestaltung in Löcknitz". Ziel des Projektes ist es u.a. Schmierereien mit Graffitis zu verringern und Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Löcknitz und der Umgebung die Möglichkeit einer aktiven Freizeitgestaltung zu geben. Außerdem Graffiti als Kunst und nicht als Schmiererei kennenzulernen ist auch Aufgabe des Projektes. Neben der präventiven Aufklärungsarbeit erlernen die Kinder und Jugendlichen auch praktische Fähigkeiten und theoretisches Wissen rund um die Spray-Kunst. Die Kinder und Jugendliche sollen so unterstützt werden, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und Alltagsstrukturen zurückzugewinnen. Außerdem sollen das sozial-emotionale Lernen sowie Beziehungen und Bindungen von Kindern und Jugendlichen mit der Gruppenarbeit und Kontakt zu anderen Menschen unterstützt werden.

Es haben sich bis jetzt 30 deutsche und polnische Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren für das Projekt angemeldet. Die Kinder und Jugendliche werden sich zusammen mit Betreuern und Mitwirkenden bis zum 31.08.2022 einmal pro Woche treffen.

Am ersten und am zweiten Tag des Projektes (23.03.2022) haben die Kinder und Jugendlichen erfahren, was Graffitis überhaupt sind und das es auch eine Kunstform ist, wenn sie nicht illegal als Schmierereien an Häuserwänden und anderen Objekten landen. Insbesondere der präventive Aspekt des Projektes ist hier wichtig. Die jungen Projektteilnehmer sollen erkennen und unterscheiden, dass illegales Sprühen eine Sachbeschädigung darstellt. Dafür können die Verursacher strafrechtlich und auch zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Deswegen wird es darüber aber auch über Suchtprävention an 5 verschiedenen Projekttagen immer informiert. Im Laufe des Projektes werden die Polizist*Innen der Polizeistation Löcknitz regelmäßig bei den Kindern und Jugendlichen vorbeischauen und vor allem als Ansprechpartner für sie da zu sein.

Auch schon am ersten Projekttag konnten sich die Jungen und Mädchen selbst in der Kunst des Sprayens versuchen. Die Streetart-Künstler von Urban Art aus Greifswald hatten die Jugendliche professionell unterstützt. An der Wand der Sporthalle in Löcknitz konnten gemeinsam erste Buchstaben und Schriftzüge gesprüht und geübt werden, was natürlich für Unmut bei Passanten, die die Aktion im Vorbeigehen mitbekamen, sorgte. Allen Beobachtern wurde sofort versichert, dass alles mit den Eigentümern abgesprochen ist und das es sich um Erschaffung von legalen Flächen handelt. Wir informierten auch, dass sich im Laufe des Projekt aus diesen Übungen noch richtige Kunstwerke entwickeln werden. Im Rahmen von diesen 20 Projekttagen und 4 Monaten gemeinsamer Projektarbeit geplant ist die Gestaltung von Flächen an den beiden Sporthallen und der Badeanstalt in Löcknitz.

Am Projekt beteiligt sind in Kooperation mit dem Erzbistum Berlin/Begegnungszentrum mia, Urban Art MV, der Bereich Prävention und Öffentlichkeitsarbeit der Polizeiinspektion Anklam, die Gemeinde Löcknitz, das Amt Löcknitz-Penkun und das Regionalzentrum Caritas Pasewalk. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Programms "AUF!leben- Zukunft ist jetzt" der deutschen Kinder und Jugendstiftung. Das Projekt "Schau in die Zukunft- aktive Freizeitgestaltung in Löcknitz" ist offen für alle Kinder und Jugendliche im Alter von 11-26 Jahren. Schon am 01. April geht es weiter.

Wer Interesse hat, kann sich einfach bei der Projektkoordinatorin Frau Ewelina Lipinska telefonisch: 016096201830 oder per E-mail: ewelina.lipinska@erzbistumberlin.de melden.

 

Ewelina Lipinska

Sozialarbeiterin im Projekt „Soziale Arbeit in der Pastoral“