Rückblicke


Firmung 2021 in Pasewalk

Was lange währt, wird endlich gut… Am 25.10.2019 begann unser gemeinsamer Weg. Unser Ziel hieß: Firmung 2020! Aus praktischen Gründen, um den Eltern häufige, nicht unerhebliche Wege zu ersparen, wurde die Firmvorbereitung größtenteils an zwei Orten, nämlich in Löcknitz und in Pasewalk, durchgeführt. Die Vorbereitung in Löcknitz übernahm Frau Julita Laufer. Ich durfte die aus fünf Jugendlichen bestehende Gruppe (Roksana Majerowicz, Adrianna Paczkowska, Hannah Grimmeisen, Erik Korytni und Lennard Zeipelt) in Pasewalk auf den Empfang der Firmung vorbereiten, was ich mit wirklich großer Freude getan habe.

In zwölf Gruppenstunden beschäftigten wir uns mit verschiedensten Themen. Gestartet sind wir zunächst einmal mit uns selbst - mit unserer Identität. Dies diente einerseits dem gegenseitigen Kennenlernen, da sich nicht alle Jugendlichen kannten. Andererseits schauten wir spielerisch, aber auch ganz ernst mal etwas unter die Oberfläche. Welches Bild habe ich vom Menschen? Welche Menschenbilder kennt die Bibel? Welche menschlichen Eigenschaften sind mir wichtig? Welche hätte ich gern? Anschließend schauten wir auf unser Gottesbild. Wer ist dieser Gott eigentlich für mich? Der alte Opa? Der nützliche Helfer? Das große Fragezeichen? Oder vielleicht auch der gute Freund? Die Frage nach unserem Gottesbild vertieften wir gemeinsam mit den Jugendlichen aus Löcknitz und Frau Laufer in einem multimedialen Gottesdienst in der Pasewalker Kirche. An verschiedensten Stationen setzten sich die Jugendlichen mit der Frage auseinander: Gott, wo bist du? Im Weiteren wendeten wir uns nun dem Thema Jesus Christus zu. Wir fragten uns, wer dieser Jesus Christus eigentlich war. Mit den biblischen Geschichten im Kopf versuchte sich jeder an einem Jesus-ABC - wir versuchten also zu jedem Buchstaben des Alphabetes ein Stichwort zu finden, welches irgendetwas mit Jesus zu tun. Es war sehr spannend, welch unterschiedliche Assoziationen jeder da so hatte. Im Verlaufe der nächsten Einheiten widmeten wir uns dem Thema Heiliger Geist. Wir schauten uns verschiedene Verse der Bibel an und was diese so zum Heiligen Geist aussagen. Daraus entnahmen wir Schlagworte, die wir versuchten, in einem Logo für den Heiligen Geist umzusetzen. Außerdem versuchten wir, dem Pfingstereignis nachzuspüren. Weiter ging es dann mit dem Thema Kirche. Zum einen beschäftigten wir uns mit Kirche als Gebäude, als Raum. Wir erkundeten meditativ verschiedene Punkte in der Kirche, wie dem Ambo, dem Taufbecken, dem Altar usw. und spürten in uns hinein, wie der Raum von diesen Punkten aus auf uns wirkt, ob wir uns dort wohlfühlen oder eher nicht und warum. Zum anderen beschäftigten wir uns aber auch mit der Kirche im Sinne von Kirchengemeinde. Wir überlegten, wie eine Kirchengemeinde aussehen müsste, in der sich die Jugendlichen wohlfühlen könnten. Bei der Frage, wie man das eine oder andere davon umsetzen und mit Leben erfüllen könnte, stießen wir aber auch schnell an Grenzen.

Vom 07. bis 08. März 2020 machte unsere Gruppe einen kleinen Mini-Ausflug mit Übernachtung nach Strasburg. Dort durften wir das „Alte Gemeindehaus“ nutzen und quartierten uns ein. Zunächst gab es von Kaplan Rödiger spendierten Kuchen. Anschließend begaben wir uns auf Einkaufstour für das gemeinsame Abendessen und das Frühstück am nächsten Morgen. Gut versorgt widmeten wir uns dann dem Thema Beichte. Für das Abendessen kochten wir dann alle zusammen ein tolles Chili con Carne nach dem Familienrezept der Familie Grimmeisen. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht und suuuper geschmeckt! Abends schauten wir gemeinsam den Film „Franziskus - Ein Mann seines Wortes“, der uns alle sehr beeindruckt hat. Dann hieß es Matratzen ausrollen, noch ein bisschen schwatzen und schlafen, denn in Strasburg ist bekanntlich früh Gottesdienst, und natürlich wollten wir unseren Erik nicht allein zum Gottesdienst gehen lassen. Der Kaplan hielt den Gottesdienst, Lennard unterstützte Erik beim Ministrieren und wir Mädels verstärkten die Gottesdienstbesucher. Anschließend gab es ein gemütliches Frühstück. Dann hieß es auch schon wieder Sachen einpacken und ab nach Hause. Ich war sehr froh, dass wir diese bereits länger geplante kleine Fahrt noch machen konnten, denn eine Woche später kam der Lockdown. Ziemlich schnell stand fest, dass wir uns damit abfinden müssen, dass aus der Firmung 2020 eine Firmung 2021 werden würde.

Das traf alle Beteiligten hart. Besonders natürlich die Jugendlichen, aber sicher auch deren Familien, die sich mit ihnen auf die Firmung freuten und auch uns, die wir die Jugendlichen vorbereiteten. Nicht nur als Mutter, sondern auch als diejenige, die die Jugendlichen vorbereitet hat, war ich mit ihnen traurig, denn irgendwie ging doch auch etwas verloren. Die Gruppe war so schön zusammengewachsen, wir befanden uns auf der Zielgeraden - und dann kam das (vorläufige) Aus. Lange Zeit konnte wir uns gar nicht mehr treffen, weil es die erlassenen Regeln einfach nicht zuließen. Dann konnten wir uns im Herbst endlich mal wieder treffen und beschäftigten uns mit der anstehenden Wegentscheidung: Will ich mich firmen lassen oder nicht? Wir sahen uns biblische Zukunftsvisionen an, in denen Schwerter zu Pflugscharen werden, Wolf und Lamm zusammen weiden, Gott jede Träne abwischt und versuchten in einem Bild unsere eigene Zukunftsvision darzustellen. Bei aller Verschiedenheit der entstandenen Bilder stellten wir fest, dass auf allen Bildern die Sonne leuchtete. Licht und Wärme, die die Dunkelheiten des Lebens hell machen. Licht des Glaubens, Licht der Liebe Gottes - wir als Licht in dieser Welt. Gleich darauf kam der nächste Lockdown.

Ganz spontan schafften wir es immerhin noch am 17.04.2021 uns ein weiteres Mal zu treffen. Der Himmel meinte es gut mit uns und schickte uns an diesem Tag mitten im relativ kalten April einen herrlichen Nachmittag im Sonnenschein, so dass wir unsere Taizé-Andacht im Freien abhalten konnten. Bei dieser Gelegenheit stellte sich auch unsere Sozialarbeiterin, Frau Ewelina Lepinska, den Jugendlichen vor, knüpfte erste Kontakte und hatte eine kleine Überraschung für sie zum Abschied vorbereitet.

Am 09. Mai 2021 ging nun unser Weg der Vorbereitung mit der Spendung des Firmsakramentes zu Ende. Ich bin unglaublich stolz auf „meine“ Jugendlichen und sehr dankbar, dass ich diesen Weg mit ihnen gemeinsam gehen durfte. Und ich hoffe sehr, dass damit der gemeinsame Weg nicht gänzlich zu Ende sein wird, sondern wir uns auch weiterhin in lockeren Abständen zum Kochen, Reden, Filme schauen oder Spielen treffen werden…

 

Annett Zeipelt-Maronde


Himmelfahrt in Blumenthal

In diesem Jahr feierten wir am 13. Mai 2021 den traditionellen Himmelfahrtsgottesdienst in Blumenthal unter Corona-Bedingungen.

Die Kirche war mit orange-roten Tulpen von Herrn Hackel sehr schön geschmückt. Musikalisch gestalteten Herr Lucas Stampa und Frau Dr.Michaela Berndt den feierlichen Gottesdienst. Unser Kaplan Wojcik erinnerte uns in seiner Predigt an die Himmelfahrt Jesus Christi 40 Tage nach Ostern. Nach unserem christlichen Glauben ist es die Rückkehr Jesu als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel.

Wir hoffen sehr, dass im nächsten Jahr die Feierlichkeiten mit einem Gemeindefest wie in der Vergangenheit stattfinden können.

 

Dr. Heiner Koch am Karfreitag in Hoppenwalde

Am 2. April 2021 feierte unser Erzbischof Dr. Heiner Koch mit uns die Karfreitagsliturgie in der Kirche „Mariä Himmelfahrt“ in Hoppenwalde. Unter Corona-Bedingungen war vorher eine Anmeldung erforderlich.

Der Besuch in Hoppenwalde geschah im Hinblick auf die notwendige Quarantänemaßnahme der Gläubigen im Herbst 2020 als Anerkennung und Würdigung der Unannehmlichkeiten. Der Bischof machte uns in seiner Predigt Mut und Hoffnung durch Gebet die vor uns liegende schwere Zeit zu überwinden. Er zeigte uns auf, wie schon in seinem Fastenbrief, dass Gott und Menschen mit uns gehen in dieser Pandemie. Wie segensreich ist es, dass Gott mit uns aushält, auch wenn wir gerade kein Land sehen und verzweifelt sind. Das Wunder des Ostermorgens gibt es nur nach dem Karsamstag. Auch wir werden das Wunder nach der Eindämmung der Pandemie erleben. Gott hält mit uns aus. Er lässt uns nicht allein.

Umrahmt wurde die Liturgie von Herrn Christoph Frieske mit seinem schönen Gesang.

Herr Pfarrer Malesa und die anwesenden Gläubigen dankten dem Bischof sehr herzlich für seinen Besuch in unserer Gemeinde und für seine Fürsprache. Gestärkt im Glauben konnten wir die Osterfeierlichkeiten in diesem Jahr würdevoll begehen.

 

Gudrun Thiessen-Zeipelt