Pastoraler Raum Hoppenwalde / Pasewalk
Verlautbarung Corona-Virus

 

Liebe Gemeinden, liebe Brüder und Schwester in Christus,

 

die Zeiten werden immer schwieriger. Die Auflagen vom Staat sind eindeutig. Es dürfen nur zwei Leute zusammenkommen. Das wäre in der Kirche kaum einzuhalten. Auch vom Erzbistum wurde darauf hingewiesen, dass es „nach wie vor wichtig ist, alles dafür zu tun, dass besonders alte Menschen zu Hause bleiben können.“Für die meisten von uns ist es schwer und das erste Mal, dass sie die Heilige Woche nicht in der Kirche beginnen können. Es ist uns aber dringlichstes Anliegen, dass wir uns gegenseitig schützen. Deshalb wollen wir vermeiden, dass die Menschen zusammenkommen und im schlimmsten Fall anstecken. Lassen Sie uns auf einander aufpassen! Ostern rückt näher. Vor uns liegt der Palmsonntag. Wenn jemand eine Palme zu Hause hat, ist es in diesem Jahr auch möglich, sie mit oder ohne Weihwasser, selber zu segnen.

Man spricht dazu folgendes Gebet:  Hier der Link zur Segnung der Palmzweige

Auf der Homepage des Erzbistums Berlin finden Sie schöne Anregungen wie Sie den Palmsonntag, die Kar- und Ostertage alleine oder in der Familie mit den Kindern gestalten können.

 

Unser Erzbischof Heiner Koch hat uns alle eingeladen, täglich um 18:00 Uhr mit ihm gemeinsam den Angelus (Engel des Herrn) zu beten. An dieses Gebet möchten wir als Pastoraler Raum Hoppenwalde/ Pasewalk eine Gebetsinitiative anschließen. Lassen Sie uns bitte im Anschluss an den Angelus ein Gesätz (zehn Gegrüßet seist du, Maria) des Rosenkranzes beten. Auf diese Weise verbinden wir uns als Pastoraler Raum im Gebet und beten für unsere Pfarreien, alle Menschen, die hier leben und in den Anliegen der ganzen Welt. Ich bin davon überzeugt, dass das gemeinsame Gebet Frucht bringen wird.

 

Für Seelsorgegespräche, die Haus- oder Krankenkommunion, Hausbesuche, usw. stehen wir Ihnen selbstverständlich weiterhin gerne zur Verfügung.

Pfr. Malesa: 01794512471, Kpl. Rödiger: 015110919161, Kpl. Wójcik: 039771/490200,  Frau Protzky: 015120151580

 

Ihr Pfarrer Malesa

 

 

Das Erzbistum Berlin bietet hilfreiche Angebote und Informationen in der Coronakrise an [www.erzbistumberlin.de].

Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. (Ps 119, 105)

 

Tagesimpuls 06.04.2020

 

Liebe Gemeinden, liebe Brüder und Schwester in Christus,

gestern hat mit dem Palmsonntag die Karwoche begonnen. Die wichtigste Zeit für uns Christen. Aber nicht nur für uns, sondern für die ganze Welt. Auch wenn die Welt vielleicht nichts davon weiß, oder nichts davon wissen will. Gott liebt die ganze Welt. Er liebt jeden Menschen. Und Christus ist für jeden Menschen gestorben, damit jeder von uns das ewige Leben in sich haben kann. Damit die Sünde, das Böse über uns keine Angst und Macht hat. Damit die Verzweiflung, Angst und Enttäuschung uns nicht überwältigt.

In diesen Tagen werden uns die Lieder des Knechtes Jahwe aus dem Buh Jesaja begleiten. Der Knecht Gottes, Jesus, nimmt alle Sünden auf sich; die Sünden aller Menschen - deine und meine. Er wehrt sich nicht dagegen. Die Bosheit, den Neid, den Zorn, die Gewalt, die Habsucht, etc. all das nimmt Er demütig an. Weil Er das alles in seiner Person ans Kreuz nageln lässt und uns nur so davon befreien kann. Es ist auch ein Wort an uns. Auch wir sind eingeladen das Kreuz, das Leiden auf uns zu nehmen; auch die Sünder der Anderen. Nur so kann das Böse besiegt werden. Es gibt keinen anderen Weg, als das Böse durch das Gute zu besiegen. „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!“ (Röm 12, 21)

Heute lesen wir im Evangelium, dass Jesus nach Betanien, einen Vorort Jerusalems, zu seinen Freunden, Marta, Maria und Lazarus, den er auferweckt hat, kommt. Er macht sich auf den Weg nach Jerusalem, um dort zu sterben. Bei den Juden musste der Leichnam, bevor er ins Grab gelegt wurde, gesalbt werden. Jesus weiß, dass es nach seinem Tod dafür keine Zeit geben wird. Deswegen lässt er Maria dieses Werk der Liebe schon im Voraus an sich tun. Jesus weiß alles. Er weiß auch alles über uns. Vertrauen wir Ihm heute.

 

Pfr. Marek Malesa