Der Aschermittwoch markiert im Christentum der Westkirche den Beginn des 40 tägigen Fastens und soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbracht hat.

 

Aschermittwoch ist der erste Tag der Fastenzeit, die bis zum Karsamstag geht. Das sind 46 Tage oder– manche rechnen die Sonntage ab– genau 40 Tage. Traditionell die Zeit des Jahres, in der man auf etwas verzichtet. Christen tun dies, um durch das Fasten Gott näher zu kommen, sich auf das nahende Osterfest vorzubereiten, sich von unnötigem, ablenkendem Ballast zu befreien. Auch weniger religiöse Menschen fasten bisweilen in der sogenannten österlichen Bußzeit. Das Frühjahr eignet sich, auch aus gesundheitlichen Gründen besonders, um zu fasten und zu entschlacken.

 

Das Fasten besteht aus drei Teilen: Almosen, Beten und eben Fasten (Verzicht). Was man da machen kann, muss jeder Mensch für sich individuell entscheiden. Es wäre auch nicht sinnvoll, wenn ich sagen würde, ich esse jetzt mal bis Ostern kein Fleisch – ich esse ja schließlich seit über elf Jahren kein Fleisch. Wo läge da der Witz? Also heißt das, auf etwas zu verzichten, mit dem man es in der letzten Zeit übertrieben hat. Für Erwachsene vielleicht Alkohol, bei Kindern sind das traditionell die Süßigkeiten.

 

In der katholischen Kirche wird den Gläubigen ein Aschenkreuz aufgelegt. Dieses Zeichen soll uns an die eigene Vergänglichkeit erinnern und an die Notwendigkeit innerer Umkehr. Die Symbolik der Asche ist sogar älter als das Christentum selbst. Schon im Alten Testament haben sich Menschen mit Asche bestreut, wenn sie Reue und ihre Bereitschaft zur Umkehr zeigen wollen. Nur dann, wenn man eigenes Fehlverhalten eingesehen hat, kann man in Zukunft etwas besser machen. Mir tut es gut, wenn ich an Tagen wie heute darüber nachdenke, was in letzter Zeit nicht so gut gelaufen ist und welchen Anteil ich selbst daran hatte. Nur dann mache ich nicht immer wieder dieselben Fehler.