Chronik 1900 - 2000

1903 Nach über 150 Jahren wird in Viereck am 2. Dezember mit Kuratus Carl Hoheisel ein eigener Geistlicher durch den Erzpriester Hirschberger aus Stettin eingeführt.

Kuratus Carl Hoheisel

02.12.1903-10.08.1904

In den weiteren Jahren folgen in Viereck dann die Geistlichen:

 

20.10.1904 - 02.05.1905 Paul Preuß

 

03.05.1905 - 19.11. 1907 Adolf Welzel

 

am 20.07.1907 wurde die Gemeinde selbstständige Kuratie

 

19.11.1907 - 01.12.1908 Hubert Reichel

 

01.12.1908 - 06.11.1909 Wilhelm Dobroschke

 

Paul Krautwald

06.11.1909 - 08.08.1916

Unter Kuratus Paul Krautwald nahmen die Bemühungen der Gemeinde zum Bau eines neuen und größeren Gotteshauses Gestalt an. Bereits in den Vorjahren wurden in Viereck und Pasewalk Sammlungen für die Finanzierung des Baues durchgeführt. Bischof Kardinal Kopp stellte 10.000,- Mark zur Verfügung. Aus einer Diözesekollekte kamen 5.000,- Mark. Auch das Bonifatiuswerk unterstützte den Bau.Von der Gemeinde gab es vielfältige Hilfs- und Bauleistungen.

 

22.03.1911 Nach Plänen des Architekten August Kaufhold,

Berlin – Friedenau, wurde die Grundsteinlegung durch Erzpriester Völkel aus Swinemünde vollzogen. Die veranschlagten Kosten betrugen 37.000,- Mark.

 

Der Kaufpreis des 1907 erworbenen Kirchengrundstücks betrug

6.500,00 M. Die Baukosten der Kirche betrugen (1911) ca. 28.500,00 M

 

Kaufhold hatte den neugotischen Bau mit zwei schmalen Seitenschiffen und einer weiten Vierung entworfen, der Raum ist allerdings nur mit einer flachen Kassettendecke versehen.

 

17.10.1911 konnte eine repräsentative Kirche mit einem 38 Meter hohen Turm benediziert werden.

Der katholische Charakter des Dorfes Viereck kommt vor allem überraschend zum Ausdruck am hl. Fronleichnamsfest, wo das ganze Dorf gleichsam ein festliches Kleid anzieht. (1849 erstmalig nach der Gründung von Viereck)


Fronleichnamsprozession Mitte der zwanziger Jahre

Zur Prozession führte man die Vereinsfahnen mit. Hier sind die Marienfahne und die Arbeiterfahne zu sehen.


Am Eingang und Ausgang der Hauptstraße prangen die herrlichen Altäre. Alles, was die Bewohner an Bildern, Zierraten, Tüchern zur Ausschmückung der Altäre besitzen, wird verwendet. Obgleich die Altäre nur aus Brettern zusammengesetzt und mit weißen Tüchern überzogen sind, so sind dieselben doch schön, ja kunstvoll zu nennen; denn auch das Volk hat seinen eigenen Kunst- und Schönheitssinn.


Eduard Demme

31.07.1923 – 26.04.1929 

Unter dem Baldachin, der den christlichen Himmel symbolisiert und damit Schutz bedeutet, trägt Pfarrer Demme die Monstranz mit hl. Hostie. (Pfarrer Demme ging später in das Amt Heringsdorf)

 

Georg Thomas

26.04.1929 – 15.09.1939 

"Pfarrer Thomas war seinerzeit sehr beliebt und hat viel Segen über die Gläubigen gebracht." Man habe sich für seine Tätigkeit bedanken wollen und ihm somit dieses Kreuz gewidmet. Im Jahr 2007, zum 68 Todestag von Pfarrer Thomas, kehrte nach eineinhalb Jahren Restauration das Friedhofskreuz zu Ehren des Seelsorgers auf den Friedhof zurück.

 


Glockenweihe am 30.03.1930

Wandlungsglocke "Agnus Dei",

Christkönigsglocke

und Angelusglocke

Zwei dieser Glocken (Mitte und rechts) wurden 1941 zu Kriegszwecken eingezogen.

Im Juni 1935 wurde das alte Pfarrhaus für 6100,00 RM verkauft.

Das alte Pfarrhaus steht am Ostende der Ostweststraße, es war ein Fachwerkhaus welches ungefähr gleichzeitig mit der alten Kirche erbaut wurde.

 

1935 Einweihung des neuen Pfarrhauses

Pfarrer Thomas mit den Ministranten: Theo Risch, Gottfried Schütt, Arno Klinger, Toni Haase, Otto Hartmann, Klemens Cantow, Paul Hartmann, Alois Schiffer, Hans Thomas, Conrad Cantow

 

01.11.1939 - 30.11.1948 Pfarrer Karl Pagel

 

Pfarrer Pagel war ein ziemlich ungewöhnlicher und streitbarer Seelsorger. Als die russischen Soldaten nach Viereck kamen, hat er viel zum Schutz der Frauen getan, indem er mit den Burschen redete, tanzte oder sie mit den Bienen vertrieb.

Karl Paschke

1948 -1957 

In St . Sebastian am Wedding wuchs Karl Paschke auf, und von hier ging es zum Theologiestudium nach Breslau. Nach dem letzten Ausbildungsjahr im Priesterseminar Berlin - Hermsdorf wurde er zusammen mit elf weiteren Diakonen am 29.Juni 1935 in der St. Hedwigskathedrale durch Nuntius Orsenigo zum Priester geweiht. (Bischof Bares war am 1. März verstorben und Bischof Preysing noch nicht ernannt.) Den Kaplansjahren in Berlin, St. Pius und Berlin- Grunewald, St. Karl Borromäus,folgte die Tätigkeit in der Militärseelsorge der Marine. Nach dem Krieg war er Kaplan in Stralsund und wurde 1948 Kuratus von Viereck, einem der alten kath. Pfälzerdörfer, und vieleicht hat er hier den Wert echter kirchlicher Tradition und die Bewährung im Glauben in besonderer Weise schätzen gelernt.

01.06.1957 - 05.03.1980 Bernhard Hellmann

Letzter eigener Pfarrer, und am längsten am Ort, war Bernhard Hellmann.

Hier bei der Erstkommunion im Jahre 1959.

 

Ab 1960 beginnt im Bistum eine Neuorientierung in der Gestaltung der Kircheninnenräume. 

Anstelle des neugotischen Hochaltars aus Holz weihte Weihbischof Alfred Bengsch am 11.5.1961 einen Altar aus Travertin. Der Altar steht an der Rückwand mit aufgesetztem Tabernakel.


Vierecker Kirche nach der Renovierung 1961 (Der Altar steht an der Rückwand)

Vierecker Kirche nach der Renovierung 1981 (Hier wurde der Altar von der Rückwand abgerückt)

Kolpingfamilie Viereck

Der Katholische Gesellenverein Viereck wurde im Jahre 1932 gegründet. Gesellenvater Adolph Kolping (1813-1865) war Gründer dieser Gesellenvereine. Aus den damaligen Gesellenvereinen bildeten sich später die Kolpingfamilien. Im Jahre 1981 wurde unsere Kolpingfamilie durch Herrn Diakon Wolfgang Ruppert wieder neu belebt.

Gründungsmitglieder im Jahre 1982

Im Jahr 1988 erhielt Viereck eine neue Glocke.

Westfälische Glocke läutet in Viereck. Die Glocke wanderte von Steinbeck über Ibbenbüren und Heessen nach Viereck. In Viereck wurde die 87,5 Kilogramm schwere Glocke mit großer Freude

empfangen. Die Glocke ist im Jahre 1891 von der Glockengießerei Petit und Gebr. Edelbrok in Gescher Westfalen gegossen worden.

Die Betreuung der Gemeinde Viereck wird nach Pfarrer Hellmann von der Pfarrei Torgelow vorgenommen. Als Administratoren waren für Viereck zuständig:

 

1980 - 1982 Horst Freyer

1982 - 1988 Joachim Kucklick

1988 - 1991 Paul Michael Graefe

1991 - 2004 Helmut Gentz

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