Rückblicke


Sankt Martinsumzug

Die Zeit um den 11.11. hat nicht immer was mit Beginn des Karnevals zu tun. Dieser Tag steht in der Kirche nämlich ganz im Sinne des Heiligen Martin.

Am Sonntag, den 10.11.2019 fand wieder der traditionelle Martinsumzug in Hoppenwalde statt. Wie jedes Jahr trafen sich alle Teilnehmer um 16:00 Uhr im Pfarrsaal, um sich mit Geschichten und Liedern über diesen Heiligen auf das Fest einzustimmen. „Martin, Martin, Martin ist ein frommer Mann…“ hörte man von draußen die Kinder, ihre Eltern und Großeltern fleißig singen. Obwohl alle dieses Miteinander genossen, freute man sich schon auf das Martinsfeuer. Und so begab man sich nach einem letzten Lied auf den Weg zu Jörg Stampa, bei dem das Feuer schon loderte, der Punsch dampfte und die Martinshörnchen zum Teilen bereitstanden. Es war fast niemand dabei, der diesen Ablauf nicht schon kannte und so ging ein jeder fröhlich mit einer Laterne in der Hand den Weg zum Feuer, denn der Punsch und die Hörnchen sind jedes Jahr das Highlight des Sankt-Martinabends. Die kleine Runde wurde wie erwartet herzlich von Herrn Drewniak und dem Ehepaar Stampa empfangen und schon bald wurden die ersten Hörnchen geteilt und der erste Becher heißer Kinderpunsch getrunken. Den Abschluss fand der Abend in der Kirche, um mit einem letzten Segensgruß unseres Kaplans Witold Wojcik und Liedern wieder verstreut in die Nacht zu treten.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Lemke, Mattias Drewniak und dem Ehepaar Stampa. Auch Ellena Muschkowitz möchte ich einen Dank aussprechen, weil sie mich in der instrumentalen Begleitung unterstützte.

 

Sophie Krzyzanowski


30 Jahre Friedliche Revolution auch in Ueckermünde 1989 - 2019

Am 29. Oktober 2019 fand um 17.00 Uhr auf dem Kirchplatz in Ueckermünde eine feierliche Gedenkveranstaltung statt. In diesem Jahr jährte sich zum 30. Mal die „Friedliche Revolution“ vom Herbst 1989 in Ueckermünde. Auch aus unserer Gemeinde waren einige Gemeindemitglieder zusammen mit unserem Herrn Kaplan Wojcik vertreten. Viele Gedanken wurden ausgetauscht, alte Weggefährten freudig begrüßt. Unter dem Schutz der evangelischen Kirche waren es evangelische und katholische Christen, die mutig bei vielen Aktivitäten dabei waren. Sie haben in der Zeit viel bewirkt. Der damalige Superintendent, Herr Jehsert, erinnerte und ermahnte die Anwesenden, die erworbene Freiheit und Demokratie richtig einzusetzen. Sein Rat war, „nicht falschen Idealen, Hass und Fremden-feindlichkeit den Vorrang zu geben“. Würdig und feierlich wurde im Anschluss eine Gedenkstele mit authentischen Erinnerungen enthüllt.

 

Gudrun Thiessen-Zeipelt


Erntedankfest in Hoppenwalde

Am 29.September 2019 wurde in unserer Gemeinde „Mariä Himmelfahrt“, Hoppenwalde, das Erntedankfest gefeiert. Der Altarraum war mit vielen Kostbarkeiten aus Feld und Garten herrlich geschmückt. Herr Kaplan Wojcik segnete die Gaben, die in diesem Jahr wieder reichlich unter Gottes Himmel gewachsen waren. Wenigstens einmal im Jahr wollen wir unsere Dankbarkeit für die Lebens- und Nahrungsmittel, die wir aus der Natur beziehen, in besonderer Weise zum Ausdruck bringen. Eine gute Ernte kostet Anstrengungen sowie oft mühevolle Arbeit. Bei allem Aufwand, der dafür nötig ist, muss uns bewusst bleiben, dass unsere Nahrungsmittel ein Geschenk sind, die uns der Schöpfer durch die Kräfte der Natur zukommen lässt. Ein herzliches „Dankeschön“ und „Vergelt‘s Gott“ gilt den Spendern der zahlreichen Gaben, für die Gestaltung und der Dekoration.

 

Gudrun Thiessen-Zeipelt


2. Deutsch-Polnisches Freundschaftskonzert in Löcknitz im Rahmen der Interkulturellen Woche 2019

Am Sonntag den 22.09. startete die bundesweite IKW 2019. Der Präventionstrat des Amtes Löcknitz – Penkun, zahlreiche Institutionen, Vereine, Initiativen haben ihren Beitrag geleistet. Am Freitag fand das 2. Deutsch-Polnische Freundschaftskonzert in Löcknitz statt.
Zu den Mitwirkenden gehörten: die Band "Probenraum Bergholz" mit Rock´n Roll der 60er Jahre, Rockballaden, Bluesstücken, das Duett der Pastorin Helga Warnke und Justyna Wolska - Boniecka (klassische Werke) und unser Kinderchor Löcknitz, der mit schwungvollen, religiösen Liedern alle Besucher begeisterte. Unser Kinder waren Klasse! Anschließend gab es ein warmes Süppchen (mit freundlicher Unterstützung der Caritas), bunte Schnittchen (Danke an J. Jankowska und J. Blödorn) und tolle Gespräche.

 

Klaudia Wildner-Schipek


Pilgerreise 2019, Polen, Slowakei, Tschechien

Vom 09.September 2019 bis zum 17.September 2019 reisten wieder 25 Pilger aus den Gemeinden Hoppenwalde, Pasewalk und Demmin in unsere schönen Nachbarländer Polen, Slowakei und Tschechien. Begleitet wurden wir erneut durch Herrn Pfarrer Mazur und unserem bewährten Reiseführer Maciej.

Unsere erste Station begann mit einem Gottesdienst in „St. Hedwig“, Trebnica (Trebnitz) bei Breslau. Im Anschluss besuchten wir den Wallfahrtsort Sankt Annaberg.

Der nächste Tag führte uns nach Kalwaria Zebrzydowska (südlich von Krakau) zum Passions- und Marien­ Heiligtum mit der Bernhardienerkirche. Später fuhren wir nach Wadowitze zum Geburtsort vom Papst Johannes Paul II.. Besucht wurde sein Elternhaus, das heutige Museum, sowie die eindrucksvolle Basilika „Der heiligsten Jungfrau Maria“. Erschöpft und spät am Abend erreichten wir unser Hotel in der Hohen Tatra nahe Zakopane.

Am folgenden Tag ging es ganz sportlich zu. In zwei Rafting-Booten begann die Wild-wasserfahrt auf dem Fluss Dunajec. Mit fröhlichem Gesang, etwas feucht aber wohlbehalten, kehrten wir an Land zurück. Vom Wasser aus überraschte uns die eindrucksvolle Bergwelt der Hohen Tatra. Mal waren wir in Polen, nach der nächsten Biegung schon in der Slowakei.

Der vierte Tag führte uns durch die Tatra nach Gublowka mit Besuch des Krzeptowki Heiligtums. Zum Karparten Meeresauge „Morski Ora“ brachten uns zwei Pferdegespanne mit Kutschen. Mit der Standseilbahn ging es anschließend bergauf. Die Rückfahrt erfolgte schwungvoll mit dem Sessellift ins Tal. Die Aussicht war atemberaubend.

Am fünften Tag erreichten wir Zips mit der eindrucksvollen katholischen Festung. Später besichtigten die Pilger das Städtchen Levoca in der Slowakei, sowie die Marienkirche auf dem Berg. Belohnt wurde der kurze Pilgerweg durch eine schöne Aussicht auf das Umland.

Nach Stara Hora, Slowakei, führte uns der sechste Tag unserer Pilgerreise mit einem Besuch der Stadt Handlova in der Mittelslowakei. In der Stadtkirche empfingen uns die Gläubigen des Ortes. Gemeinsam feierten wir die heilige Messe und erinnerten uns an eine besondere ehemalige Einwohnerin. Das Mädchen Birgitta Irrgang wurde hier 1943 geboren, in einem damaligen deutschen Siedlungsgebiet. Durch Flucht und Vertreibung kam Birgitta mit ihren Eltern nach Loitz in Vorpommern. Im September 1954 fiel sie in die Hand ihres Mörders. Der Täter konnte bald ermittelt werden. Seit diesem Tag ist der Schmerz der Gläubigen in Loitz/Demmin und in ihrer Geburtsstadt Handlova groß. Am späten Abend endete der Tag in der schönen alten Stadt Brünn.

Der nächste Morgen begann mit der Erkundung von Brünn mit der Vielfalt der Architekturen und den wunderschönen Gotteshäusern. Später erreichten wir Pribram, dem bekanntesten Marienwallfahrtsort in Tschechien. Auch hier wurde eine heilige Messe gefeiert. Anschließend führte uns die Reise weiter nach Pilsen. Der Stadtrundgang mit Besichtigung der bekanntesten Brauerei in Tschechien rundete einen weiteren eindrucksvollen Tag ab. Natürlich gab es in der Pilsener Urquellbrauerei auch ein frisches Pils.

Am achten und vorletzten Tag erreichten die Pilger Karlsbad. Die schöne alte Kurstadt mit ihren prächtigen Gebäuden beeindruckte uns sehr. Alle Heilquellen wurden hier getestet. Bei strahlendem Sonnenschein bummelten wir durch den alten Kurpark.

Am 17.September hieß es leider Abschied nehmen. Vor uns lag nun eine lange Heimreise. Es waren wieder sehr schöne Tage in christlicher Gemeinschaft.

Mit Beten und Gesang, schönen Gottesdiensten und Einblicke in eindrucksvolle Orte kehrte die Pilgergruppe gestärkt im Glauben nach Hause zurück. Noch lange denken wir an die schönen gemeinsamen Tage. Es gibt noch viel zu bereisen.

Besonders danken wir Herrn Pfarrer Mazur für die gute Organisation und den geistlichen Beistand an all den Tagen. Es ist nicht immer leicht seine Schäfchen beieinander zu halten.

 

Gudrun Thiessen-Zeipelt