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Kinderfest 1. Juli 2017 in Viereck

Für ein besseres Kennenlernen und zur Förderung künftiger Kinder- und Jugendarbeit veranstalteten wir am 1. Juli 2017 ein Kinderfest für den Pastoralen Raum Hoppenwalde/Pasewalk in Viereck.

Was nützt die beste Vorbereitung, wenn das Wetter nicht mitspielt. Leider ließ uns der Himmel an diesem Tag etwas hängen und bescherte uns zeitweise Regen.

Aber es ließen sich nicht alle Kinder davon abschrecken und so kamen zumindest aus Pasewalk, Viereck und Löcknitz etwa 20 Kinder zusammen und verlebten dennoch einen spannenden und unterhaltsamen Tag.

Dieser begann um 10.00 Uhr mit dem Einüben der Lieder für den deutsch/polnischen Gottesdienst, der dann um 11.00 Uhr begann.

Zum Thema „Jeder kann heilig sein“ hatte es Pfarrer Mazur sehr schön verstanden zu versinnbildlichen, dass auch ein kleines Kind alle Möglichkeiten hat, durch seine Taten und sein Leben irgendwann ein Heiliger zu werden. Hierbei geht es nicht um die Heiligsprechung durch die Kirche, sondern vielmehr um die Gestaltung des eigenen Lebens, die Hilfsbereitschaft und die Nächstenliebe sowie das Verständnis für die Mitmenschen.

Abwechselnd wurden von den Kindern polnische und deutsche Lieder gesungen, welche von Frau Julita Laufer und Frau Annett Zeipelt-Maronde musikalisch begleitet wurden.

Höhepunkt war dann die Taufe des kleinen Jakob aus Viereck, an der alle Kinder ganz nah teilgenommen haben und dem Kleinen auch ein Kreuzzeichen auf die Stirn zeichnen konnten.

Am Ende des Gottesdienstes wurde noch einmal den Sternsingerkindern aus der St. Otto-Gemeinde gedankt, welche im Januar fast 2.500 EUR für Kinder in Kenia sammelten. Ein angedachter extra Dankeschön-Nachmittag, wie sonst üblich, konnte in diesem Jahr aus Zeitgründen nicht stattfinden.

Alle fleißigen Sternsingerkinder haben einen Kinogutschein und noch etwas Süßes im Namen der Gemeinde überreicht bekommen. Und einen dicken Applaus der Anwesenden für ihren wichtigen und helfenden Dienst.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde gemeinsam Mittag gegessen. Hierfür stand Herr Denny Rasehorn am Grill. Frau Laura Lenard von der Caritas hatte Bigos zubereitet, ein traditionelles polnisches Gericht, welches allen sehr gut schmeckte.

Nach dem Essen wurde eine religiöse Schnitzeljagd veranstaltet, die von Frau Klaudia Wildner-Schipek von der Projektstelle des Erzbistums „Glauben ohne Grenzen“ sehr gut vorbereitet und angeleitet wurde. Die Kinder befassten sich mit liturgischen Gegenständen, beantworteten Fragen rund um den Glauben, ordneten Gebete und folgten versteckten Hinweisen zum nächsten Punkt. Bis die Schatztruhe gefunden wurde, in der sich für jedes Kind ein Armband mit Jesus-Symbol als persönliche Erinnerung an den Tag befand.

Wenn der Regen Pause machte, wurde mit dem Pfarrer Fußball gespielt oder das Gelände erkundet. Die Kinder konnten sich auch schminken lassen. Hierfür sind Frau Marlena Chmielewska aus Plöwen und Frau Kinga Stefańska aus Löcknitz gekommen und bemalten die Gesichter mit lustigen Fantasiebildern.

Plötzlich tauchten 4 junge Damen auf, die für ungewöhnliche Aktivitäten auf dem Pfarrhof sorgen sollten. Es war Frau Magda Janusz mit ihren Zumba-Mädchen. Nun wurde getanzt. Nach anfänglichem Zögern trauten sich immer mehr und machten mit. Auch Pfarrer Mazur und Kaplan Wojcik reihten sich mutig ein.

Aufgrund des Regens konnten wir die bestellte Hüpfburg leider nicht aufbauen. Aber eine andere Überraschung gelang. Auf einmal stand Zoe Kühnau mit Ihrem Pony auf dem Pfarrhof. Die Kinder konnten nun noch auf einem richtigen Pferd reiten, was auch gut genutzt wurde. Die restlichen Reitrunden mussten dann im großen Zelt stattfinden, weil der Regen wieder zunahm.

Und ganz plötzlich war es 16.00 Uhr und das Kinderfest ging zu Ende.

Abgesehen vom nicht planbaren Wetter, war dieser erste Kindertag ein Erfolg, der von vielen mit viel Engagement und Liebe zum Detail vorbereitet wurde.

Und so sei ganz herzlich gedankt: Frau Klaudia Wildner-Schipek, Familie Rasehorn, Frau Laura Lenard, Frau Zeipelt-Maronde, Frau Julita Laufer, Herrn Alexander Schultz, Herrn Frank Grimmeisen sowie unserem Pfarrer Grzegorz Mazur. Ihr habt den Kindern einen wunderbaren Tag bereitet.

 

Bernhard Trömer

Pfarrgemeinderat

Fronleichnam 2017 in Viereck

Am 15. Juni 2017 konnten wir ein großes Fest des Glaubens miteinander feiern. Zu unserer Freude war unser Erzbischof Heiner Koch aus Berlin gekommen, um mit uns das Fronleichnamsfest in Viereck zu begehen.

Es kamen zahlreiche Gläubige aus unserem Pastoralen Raum Hoppenwalde/Pasewalk sowie aus den angrenzenden nördlichen Kirchengemeinden.

Ebenso kam auch eine Delegation der Gemeinde Police in Polen.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Mazur unseren Bischof und dankte ihm, dass er den Weg aus der Hauptstadt zu den Katholiken in Vorpommern auf sich genommen hat und wie wichtig seine Anwesenheit und seine Verbundenheit für uns ist. Danach gratulierte er Erzbischof Koch im Namen der Gemeinde nachträglich zu seinem Geburtstag, der 2 Tage zurück lag.

Nach dem festlichen Gottesdienst in der überfüllten Kirche begann die Prozession, die in diesem Jahr wirklich imposant war, denn es nahmen weit über 400 Gläubige daran teil.

Musikalisch begleitet durch die Bläsergruppe um Herrn Thomas Poser, zogen wir mit der Allerheiligsten durch den Ort zu den 4 Altären. Unser Erzbischof und die Priester trugen den Heiland abwechselt zu den Stationen.

Selbst der Himmel freute sich und die Sonne strahlte, so dass die Regenschirme nicht benötigt wurden.

Wieder in der Kirche angelangt, gab es noch einmal den feierlichen sakramentalen Segen und gute Wünsche für die Gemeinde vom Erzbischof.

Im Anschluss versammelten sich alle Gottesdienstbesucher auf dem Pfarrhof zum Mittagessen und zum Pfarrfest. Der Dorfclub Viereck und das "Haus am See" aus Löcknitz hatten für unser leibliches Wohl gesorgt.

Der Erzbischof suchte das Gespräch mit den Gläubigen. Diese wiederum waren sehr angetan von der sehr herzlichen Art unseres Bischofs, der dann auch noch Frau Hildegard Petri überraschte, ihr zum 86. Geburtstag gratulierte und ein Geburtstagsständchen anstimmte.

Als kultureller Nachmittagsbeitrag trat der Chor "Balbiny" aus Police auf und erfreute die Anwesenden mit polnischer Folklore.

Dann gab es Kaffee und ein riesiges Kuchenbuffet. Ein besonders großes Dankeschön an alle, die so viel leckeren Kuchen gebacken und gespendet haben. Der Erlös aus den Kuchenverkäufen ist in die Finanzierung des Festes eingeflossen.

Man kann wirklich sagen, dass es ein sehr schöner Tag war, welcher durch viele fleißige Hände liebevoll vorbereitet wurde. Ob im Vorfeld bei der Planung, beim Aufbau, bei den liturgischen Diensten – allen die mitgewirkt haben, dieses Fest mitzugestalten, sei ein ganz herzlicher Dank gesagt!

 

Bernhard Trömer

Um ein paar Grad kühler war es schon!

Bei der Motorradwallfahrt im vergangenen Jahr zur Kriegsgräberstätte bei Stettin herrschten 31/32 Grad, als sich gut 20 Biker in „wohltemperierten“ Kluften auf den Weg machten.

Diesmal waren es „erträgliche“ 28 Grad, dafür aber 36 Motorradfahrer aus den Standorten Viereck und Torgelow mit ihren „heißen Öfen“, die einen Augen- und Ohrenschmaus darstellten.

Tradition der anderen Art: Über den Gräbern von damals an das Leben mit Zukunft erinnern!

Unter diesem Motto stand die Wallfahrt, die mit einem kleinen Gottesdienst um 9.00 Uhr in der Vierecker Kirche begonnen wurde.

Tradition ist erst einmal alles, was meine persönliche, nationale und staatliche Geschichte beinhaltet. Sie entfaltet eine gute Kraft, wenn sie aus den Schattenseiten zur Lehre wird und so schöpferisch eine Zukunft ermöglicht. Ballast wird sie, wenn Tradition in der Vergangenheit festhält und nichts Neues zulässt.

Mit Liedern, Gebeten und Impulsen versuchte Militärpfarrer Lorek dies im Gottesdienst zu verdeutlichen.

Nach einem sich anschließenden Frühstück bei herrlichstem Wetter, welches durch Herrn Bernhard Trömer organisiert wurde, setzte sich eine „Blechlawine“ unter Führung der Neubrandenburger Feldjäger zur Kriegsgräberstätte Golm auf Usedom in Gang.

Diese Gedenkstätte zählt zu einer der größten Kriegsgräberstätten in Deutschland, auf ihr sind Soldaten des letzten Krieges sowie zahlreiche Zivilisten beigesetzt, die durch den Bombenangriff im März 45 auf Swinemünde ums Leben kamen. Die genaue Anzahl ist wegen der Schnelle der Beisetzung und der großen Anzahl der nicht Identifizierten bis heute unklar.

Auf diesen Grabfeldern wurde das Thema sehr eindrücklich.

Mit dem Gebet an der Gedenkstele „Die frierende Frau im Soldatenmantel“ eines Soldaten um Frieden aus dem Gebetbuch der Militärseelsorge wurde der Verstorbenen und Getöteten gedacht, nicht mit dem Blick zurück, sondern mit der Ermutigung auf Zukunft hin: Soldaten mögen Männer und Frauen sein, die sich in Dienst nehmen lassen für den Frieden, die Freiheit und Sicherheit der Völker.

Nach einem individuellen Mittagspäuschen ging es dann aber auch schon wieder zurück zum Ausgangspunkt Viereck, wo die „röhrende Bikerschlange“ , die unterwegs immer wieder für Interesse und neugierige Blicke sorgte, mit einem Schlussgebet, Segen und einem mittlerweile doch warm gewordenen „Erfrischungsschluck“ aus dem Begleitwagen verabschiedet wurde.

Von den Sonnenstrahlen ziemlich durchfeuchtet machte man sich dann auf die Heimfahrt und der Gewissheit: Um ein paar Grad kühler war es schon!

 

Stephan Lorek

Pilger-Sommerfahrt BDKJ

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